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Heizen ohne fossile Energie

Gesamtsanierung eines Mehrfamilienhauses in Zürich

Das Mehrfamilienhaus besteht aus sechs Wohnungen und liegt an der Salvatorstrasse in Zürich Oerlikon. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1946 erbaut. In den 90er-Jahren ersetzten die Eigentümer die Fenster und dämmten einen Teil der Fassade. Die Rohbaukonstruktion war in relativ guten Zustand. Installationen, Ausbauten und Verglasungen entsprachen jedoch bei Weitem nicht mehr den heutigen Vorstellungen. Das Gebäude wurde vor der Sanierung ausschliesslich mit Öl beheizt.

Ausgeführte Arbeiten Gesamtsanierung nach Minergie-P, Ersatz der Ölheizung durch Erdsonde-Wärmepumpe, Photovoltaikanlage auf dem Dach für Stromversorgung, Wärmepumpe und Erweiterung gegen Osten mit einem Anbau aus Holz
Zeitraum der Planung Frühling 2009 bis Mai 2010
Zeitraum der Arbeiten Juni 2010 bis Februar 2011
Kosten Gesamtsanierung 2.5 Mio. Fr.
Total der Förderbeiträge 43’000 Fr.
2_Nach_Sanierung.jpgLinks: Nach der Sanierung, Rechts: Während der Sanierung 2_Vor_Sanierung.jpg 2_Architekt.jpgUnten: ©kämpfen für architektur ag

Die Arbeiten an der Gebäudehülle

  • dreifachverglaste Holzfenster
  • Dach: Dämmung (28 cm dicke Zellulosefasern)
  • Fassade: Dämmung durch vorgefertigte Holzelemente mit eingeblasenen Zellulosefasern à 25 cm
  • Keller: Dämmung (20 cm dicke Mineralwolle)
  • Anbau: vorgefertigte Holzelemente, gedämmt mit Mineralwolle

Die Arbeiten an der Haustechnik

  • 15,6 kWp-Photovoltaikanlage / Megaslate Solardachsystem von 3S Photovoltaics
  • Wärmeerzeugung durch Erdsonde-Wärmepumpe, Niedrigtemperatur-Fussbodenheizung
  • Komfortlüftung
  • Alle Leitungen und Anschlüsse wurden erneuert
  • Sämtliche Bäder und Küchen sind neu installiert

«Wir haben das ganze Mehrfamilienhaus nach Minergie-P saniert. Das ist der höchste Standard, den man zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz erreichen kann. Darum haben wir die vom Gebäudeprogramm geforderten Dämmwerte zum Teil deutlich übertroffen. Auf der Ostseite haben wir das Gebäude mit grossen Wohnzimmern in einem Anbau aus Holz erweitert. Dadurch ist das Haus heute um 20 Prozent grösser. Als sogenanntes Nullheizenergiehaus deckt es den kompletten Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüftung über das Jahr betrachtet selbst und ist unabhängig von fossilen Energieträgern. Für die Wärmeerzeugung wurde eine Wärmepumpe mit zwei Erdsonden installiert. Der Strom für die Wärmepumpe kommt von den Photovoltaikzellen auf dem Dach.»

Beat Kämpfen, kämpfen für architektur ag

 

Energiebilanz (pro Jahr)

  Art Energieverbrauch CO2-Ausstoss
vorher Elektroboiler 12‘000 kWh -
  Heizöl 97‘100 kWh 26 t
  Haushaltsstrom 12‘600 kWh -
TOTAL vorher   97‘100 kWh 26 t
Nachher Wärmepumpe
Warmwasser
4‘800 kWh -
  Wärmepumpe
Heizung
2‘200 kWh -
  Haushaltsstrom 15‘100 kWh -
  Photovoltaik-Anlage
Stromproduktion
12.500kWh -
Total nachher   22‘ 100 kWh -

Annahme

Bestand 571 m2
Neu 685 m2

Energieeinsparnis: 80 %

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